Öffentlicher Raum
Dorfplatz | Mehrgenerationenplatz | Umfeld Mehrzweck-Gebäude | Historischer Garten | Kaiserhalle | Brohltalaue | Dorfplatz Oberzissen
Dorfplatz, Oberzissen
Informationen zum Projekt
“Mit Fertigstellung des neuen Dorfplatzes wurde ein einladender Ort der Begegnung und Erholung in Oberzissen geschaffen. Das Projekt vereint funktionale Gestaltung mit naturnaher Ästhetik und trägt so zur Aufwertung des Ortsbildes bei.
Durch unterschiedliche Bodenbeläge, Baum- und Heckenstrukturen wirken Aufenthalts- und Nutzungsbereiche klar und einladend. Zur Unterstreichung der Blickbeziehung der oberhalb stehenden Kirche wurden innerhalb der großflächigen Betonsteinpflasterfläche spielerisch angeordnete Natursteinkreisflächen angelegt.
Vor einer alten Bruchsteinfassade bildet die runde Sitztribüne und mittig platzierter Basaltsäule (Bildhauerische Darstellung der dörflichen Symbolik durch den Künstler und Bildhauer: Roland Fronert aus Weibern) einen Platz der zum Verweilen und Zusammenkommen einlädt. Ergänzt wird sie durch eine großzügige runde Holzbank, die sich harmonisch in das Gesamtbild einfügt und zusätzlichen Sitzraum für Bürgerinnen und Bürger bietet. In den Abendstunden wird der Platz durch stimmige Beleuchtung in Szene gesetzt.
Ein besonderes Augenmerk wurde auf die heimische und pflegeleichte Pflanzen gelegt, um somit auch einen lebendigen Lebensraum für Bienen und Insekten zu geschaffen.
Die identitässtiftende Säule stammt von Künstler Roland Fronert, Weibern.
Mehrgenerationenplatz, Hohenleimbach
Informationen zum Projekt
In Hohenleimbach (Nähe Nürburgring/ Eifel) ist das Dorfgemeinschaftshaus seit Jahrzehnten weit mehr als nur ein Gebäude – es ist ein lebendiger Treffpunkt im Herzen des Ortes, geprägt von Begegnungen und Gemeinschaft. Um diesen Charakter weiter zu stärken und das Miteinander der Generationen zu fördern, wurde die Außenanlage mit viel Liebe und Blick für die Bedürfnisse von Jung und Alt neu gestaltet. Entstanden ist ein Platz, der zum Verweilen, Spielen und Begegnen einlädt: mit einer Kugelrollbahn, einem Karussell, einem Grillplatz samt Sitztribüne, Mini-Fußballfeld, Multifunktionsfeld mit Volley-, Federball- und Boulespielfeld sowie barrierefreien Wegen und Zugängen.
Kleine, aber besondere Highlights wie Naschecken mit essbaren Beerensträuchern setzen Akzente und schaffen eine naturnahe Atmosphäre. Nachhaltigkeit spielte bei der Auswahl der Materialien eine wichtige Rolle: Bis auf die Kugelbahn wurden sämtliche Elemente robust und langlebig aus Metall gefertigt – auch als Schutz vor Vandalismus.
Trotz der neuen Angebote bleibt der Pflegeaufwand für die Gemeinde dank eines durchdachten und pflegeleichten Konzepts minimal. So ist mit einem großen Anteil an Eigenleistung ein Ort entstanden, der Menschen zusammenbringt, die Identifikation mit dem eigenen Dorf stärkt und Hohenleimbach noch ein Stück lebenswerter macht.
Umfeld neues Mehrzweck-Gebäude, Niederzissen
Informationen zum Projekt
Ein attraktiv gestaltetes Umfeld kann die Wirkung eines Mehrzweck-gebäudes erheblich steigern. Durch den Einsatz stimmungsvoller Beleuchtung, die sorgfältige Platzierung von ansprechenden Pflanzen und die Schaffung einladender sozialer Freiräume entsteht eine Atmosphäre, die nicht nur optisch überzeugt, sondern auch funktional bereichert. Solche Gestaltungselemente fördern das Wohlbefinden der Nutzer, laden zum Verweilen ein und verleihen dem Gebäude eine moderne und einladende Ausstrahlung. Darüber hinaus trägt ein gut gestaltetes Umfeld dazu bei, die Identifikation mit dem Gebäude zu stärken und dessen Wert als Treffpunkt und Veranstaltungsort zu erhöhen.
Historischer Garten
Informationen zum Projekt
Als um 2015 in der Stadt Andernach archäologische Funde zu Tage kamen galt es die Gelegenheit beim Schopfe zu packen. Nahe am Rhein, neben der schmucken Altstadt ist heute eine weitere Attraktion der Stadt, der „Historische Garten“. Dieser herrlich angelegte Garten lässt die Bürger die Geschichte ihrer Stadt erleben und wird von Touristen gezielt angesteuert.
Die gesamte Fläche wurde durch Erdbewegungen den archäologischen Erfordernissen angepasst. Eine stufige Sitztribüne überwindet die beiden entstandenen Gelände Niveaus und damit auch die Gartenepochen Mittelalter und Römerzeit mit ihren unterschiedlichen Materialien, Handwerklichem Stand sowie Pflanzvorlieben. Ein kleiner Weinberg verweist z. B. auf den, für die Region so wichtigen, römischen Import. Nutzgärten des Mittelalters sind angelegt.
Die beiden Areale nehmen historische Bepflanzungen, Wegeführungen und Gartenelemente auf. Entspannung auf Bänken und Sitzsteinen, flanieren an plätschernden Brunnen, duftenden Beeten mit abwechslungsreichem Farbenspiel. Die essbaren historische Früchte und Kräuter können vor Ort genossen werden. Erhöhte Standpunkte mit Überblick, Information zur Geschichte in Kombination mit einem Erholungsraum machen das besondere des „Historischen Garten“ aus. Belange der Nachhaltigkeit, bei Kostenminimierung in der Pflege wurde ebenso berücksichtigt wie Barrierefreiheit.
Ort: 56626 Andernach
Bausumme: 1,2 Mio. Euro
Baufertigstellung: 2018
Kaiserhalle
Informationen zum Projekt
Begeistert durch die Aussicht auf einen Besuch des Kaisers errichtete der Baumeister Wilhelm Bell 1896 eine runde Veranstaltungshalle für Burgbrohl. Hoch über dem Ort gelegen spielte der Außenbereich dabei bereits eine große Rolle. Eine Kanzel für die zu erwartende Rede des Kaiser wurde gebaut.
Auch wenn der Kaiser nie kam, die Halle wurde 2019 mit Mitteln der Denkmalpflege saniert und es finden wieder schöne Veranstaltungen statt. Die Außenanlage bietet durch die hohe, exponierte Lage einen immer noch spektakulären Blick über Burgbrohl. Daher war es wichtig die ebenfalls erforderliche Sanierung des Plateaus angemessen zu planen. Den Kuppelbau galt es in Szene zu setzen. Das kleine Aussichtsrondell in abgesicherter Form zu erhalten und den freien Blick sicher zu stellen.
Der europaweit einzigartige Kuppelbau und der Besonderheit einer Rondell-Laterne findet heute im Außenbereich Betonung durch die ebenfalls radial verlegten Pflasterungen. Die Grauwacke des Sockels wurde aufgenommen und in einem Streifen um das Bauwerk radial verlegt. Auch alle weiteren Elemente wie Bodentexturen, die Sitzbank mit Hecke und das neue Geländer, nehmen den Bogen mit jeweiligem Radius vom Mittelpunkt der Laterne auf. Die Außenanlage setzt die Halle feierlich in Szene. Kaiserlich gestimmt, die Begeisterung des Baumeisters aufnehmend, lässt sich die besondere Akustik der Halle bei den Konzerten bestens genießen. Tritt man danach wieder ins Freie ist die neugestaltete Freifläche im eigentlichen Sinn „das richtige Pflaster“.
Ort: 56659 Burgbrohl
Bausumme:
585.000 Euro
Baufertigstellung: 2019
Projektförderung: 75%
Brohltalaue
Informationen zum Projekt
Burgbrohl, hatte als Erholungsort einst einen Kurpark. Aber dieser war kaum noch vorhanden als beschlossen wurde bautechnische Herausforderungen anzunehmen und ihn wieder zu beleben. Ein Höhenunterschied von ca. 8 Metern im Gelände, eine Brücke über den Brohlbach und die Stabilisierung des Gefälles mit Geogittern und Gabionen wurde vom Büro Heichel (Bonn) geplant. Bautechnisch umgesetzt, koordiniert und begleitet wurde das Projekt vom Büro für Freiraumgestaltung – Susanne Diewald.
Die Auenparkanlage bietet heute mehr als Gelegenheit zu Spaziergängen und Bewegung in der Natur. Auch die Geschichte des Ortes Burgbrohl und der Region ist erlebbar. Kegelförmige Türme, deren Spitzen in 6 m Höhe des Nachts leuchten, erinnern an die früheren Kohlensäurebohrtürme. Sie markieren die Themenbereiche der Anlage wie Spielflächen oder Kurort-Geschichte. Ein Trinkbrunnen mit quellfrischem Mineralwasser und ein wasserspeiender Geysir sind in ebenfalls in Pyramiden integriert. Kinder finden heißbegehrten Wasserspielplatz oder Soccer Court um sich auszutoben.
Ein überregional bekannter Panorama Wanderwege führt zahlreiche Wanderer durch das Gelände und damit nach Burgbrohl. Spaziergänger flanieren mit ihnen gemeinsam durch den ehemaligen Kurpark.
Ort: 56659 Burgbrohl
Bausumme:
1,55 Mio. Euro
Baufertigstellung: 2016
| Ort | 56659 Burgbrohl |
| Bausumme | 1,55 Mio. Euro |
| Baufertigstellung | 2016 |
Dorfplatz Oberzissen
Informationen zum Projekt
Der zentrale Platz der Gemeinde Oberzissen, an der Kreisstraße 50 gelegen, war eine geschotterte Fläche ohne Aufenthaltswert. Die ursprünglich bebaute Fläche hatte die Ortsgemeinde bereits 2011 mit der Zielsetzung eine attraktive Ortsmitte zu gestalten erworben. Nach Ausbau der Kreisstraße mit den angrenzenden Busshaltebuchten galt es dann nicht nur Nutzungsansprüche, sondern auch Aufenthaltsqualität zu einem „Dorfplatz im ländlichen Raum“ zu bündeln.
Die Planung hat die Nutzungsbereiche gegliedert und mit Wegeführung und Bepflanzung eine, zum Besuch einladende, Fläche geschaffen. Die Aufenthaltsflächen mit Sitzgelegenheiten sind durch Hecken, Büsche und Bäume von den Bedarfen des ruhenden Verkehrs und der Anlieger getrennt. Die Verkehrsflächen selbst sind durch die Wahl der Bodenbeläge bereits dörflich anmutend und entschleunigen die Autofahrer.
Eine an drei Seiten gefasste Nische zwischen Gebäuden ist heute ein geschützter Bereich mit Sitzmauer und -tribüne der in den Sommermonaten blühend begleitet wird von Clematis an einer Rankpergola. Hier findet sich auch eine Basaltsäule die die Ortsverbundenheit der Dorfbewohner stärkt und Gravuren der ansässigen Vereine und Wahrzeichen des Ortes zeigt.
Die Blickbeziehung zur oberhalb stehender Kirche, die Betonung der Bruchsteinfassade einer angrenzenden Scheune sowie eines Fachwerkhauses am Platz sind wichtig und machen den Platz zu einer klassischen dörflichen Ortsmitte. Betonsteinpflasterung wird durch Natursteinbereiche gegliedert, ein Rosenbeet vor Fachwerk blüht rot, der abendliche beleuchtete Bruchstein, Pflanzungen, dies alles lenkt die Blicke.
Bei Baumaßnahmen an der K50 gesicherte Basaltmaterialien wurden wiederverwendet. Die Entsiegelung des Bereiches hat nach dem Schotter nun endlich eine Form gefunden. Nicht zuletzt macht die Anpflanzung klimaverträglicher Baumarten wie z.B. die Blumenesche diesen Platz zukunftstauglich bei dörflichem Charme.
Ort: 56651 Oberzissen
Bausumme:
260.000 Euro
Baufertigstellung: 2024
| Ort | 56651 Oberzissen |
| Bausumme | ca. 260.000,00 Euro |
| Baufertigstellung | 2024 |



















































